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Heilbutt – Die beste Jahreszeit und die heißesten Reviere

Der Fisch des Lebens ein Heilbutt jenseits der 50 kg Marke ist für viele Norwegenangler ein Lebenstraum. Entsprechend häufig kommt die Frage: Wo und wie hat man die besten Chancen auf einen richtig großen Heilbutt?

Inspiration 17. Juni 2026

Bild Heilbutt

Was viele nicht wissen

Wachstum und Lebenszyklus des Atlantischen Heilbutts: Der Heilbutt ist ein in der Tiefsee laichender Fisch ausgewachsene Atlantische Heilbutte laichen in Meerestiefen von 300 bis 700 Metern, häufig in tiefen Fjorden oder an bekannten Laichplätzen zum Kontinentalschelf. Die Laichzeit dauert von Dezember bis März. Der Atlantische oder auch weißer Heilbutt kann bis zu 50 Jahre alt werden und erreicht hier ein Gewicht über 300 Kilo.

Lebensraum und Verhalten des Heilbutts
Die Jungfische verbringen oft die ersten 3-4 Jahre in Küstennähe in geschützten flachen Buchten, Fjorde und Sunden. Mit zunehmendem Alter und Erreichen der Geschlechtsreife suchen sie allmählich tiefere Gewässer auf.
Standortgebundenes Verhalten:
Heilbutte sind im allgemeinen sehr Standorttreu. Sie bleiben möglicherweise in denselben Gebieten oder kehren Jahr für Jahr zu denselben Laichplätzen zurück. Was für uns Angler sehr wichtige Informationen sind.
Man hört oft „Du musst auf Sand – Plateaus fischen“ das ist auch einer der vielen Mythen, Sand Plateaus bieten kaum Nahrung und Beute. Der Heilbutt kann an solchen Plätzen ruhen, aber jagen tut er dort wo Strömung und Beute ist und diese befindet sich eben an den Rinner, Abfallenden Kanten zum tiefen Wasser und Unterwasserbergen.

Gute Angelplätze für Heilbutt

Die Angelplätze für Heilbutt variieren stark je nach Jahreszeit, aber die besten Plätze weisen in der Regel ähnliche Boden- und Strömungsbedingungen auf. Sandige Rinnen und sandiger Grund, welcher mit Pflanzen und Stein vermischt ist: Heilbutte lieben Kies oder Muschelsand als Untergrund, an den sie sich perfekt anpassen können.

Achte auf Plateaus mit Zugang zum tiefen Wasser, flache Rinnen zwischen Schären sind immer ein Hotspot auch abrupt abfallende Flachwasser in tieferes Wasser sind ideale Jagdgründe für den Heilbutt. Auch Rotbarsch – Plätze sind beliebt beim Heilbutt, hier gibt es oft Korallen, die viel Leben beherbergen und leichte Beute bieten. Heilbutte wandern oft zu flachen Plateaus, um dort zu jagen.
Gezeitenströmungen und Meerengen: Heilbutte fühlen sich in Gebieten mit starker Strömung besonders wohl. Sandige und enge Rinnen oder Untiefen inmitten starker Gezeitenströmungen drängen kleine Fische zusammen, was jagende Heilbutte anlockt.

Seekarte

Gezeiten und Mondphasen

Wer erfolgreich Heilbutt angeln möchte, muss grundlegende Faktoren wie Angelgebiet, Jahreszeit, Gezeiten und Mondphasen beachten.

Die Mondphasen sind einer der wichtigsten Faktoren beim Heilbutt angeln. Ob Vollmond oder Neumond ist dabei zweitrangig, solange man eine der beiden Phasen berücksichtigt. Die beste Zeit zum Angeln liegt in der Regel vier Tage vor bis vier Tage nach Voll- oder Neumond. In dieser Zeit ist der Tidenhub am größten, die Wasserbewegung enorm und die Fische sind sehr aktiv.
Der Heilbutt bevorzugt Gebiete mit starker Strömung. Sandige, schmale Kanäle oder flache Bereiche inmitten starker Gezeitenströmungen beherbergen oft Beutetiere wie kleinere Fische, Krebse, Krabben und Seeigel und sind somit ein optimaler Jagdplatz für den Heilbutt. Diese Plätze sind extrem beeinflusst von den wechselnden Mondphasen und beeinflussen hier natürlich den Erfolg.

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Ebbe oder Flut besser ist. Ich denke, das hängt vom jeweiligen Angelplatz und der dort vorherrschenden Strömungsrichtung ab. An manchen Stellen beißen Heilbutt eher bei Ebbe, da die Strömung stark ist, wenn das Wasser aus flachen Bereichen und Strömungen zurückfließt. Hier kann es bei steigendem Wasser genau umgekehrt sein, da herrscht dann gar keine Bewegung im Meer und die Jäger sind nicht in Fresslaune.

Diagramm Gezeiten

Jahreszeitliche Unterschiede

Zeitiges Frühjahr 

Hier kommen die Heilbutte nach dem Laichen in flachere Gewässer nicht selten in Tiefen von 10-40 m um sich mit kleinen Fischen Fettreserven anzufressen. Beachte hier die Laichschutzperiode gilt (und nördlich von 62°N ein erweiterter Schutz bis zum 20. April).

Die Zeit von Mitte April- Anfang Juni ist für mich die beste Zeit, die ersten Fische, die hier zurück ins Flachwasser ziehen sind die Männchen welche ehr kleiner sind als die weiblichen Fische welche ehr mager und geschwächt sind nach der Laichzeit. Hier stürzen sich die hungrigen Butte auf alles, was ihnen in die Quere kommt, Krabben und Seehasen sind hier eine willkommene Beute, diese sind langsam und haben einen hohen Nährwert. Auch bedingt das im zeitigen Frühjahr noch nicht so viel Kleinfisch im flachen Wasser anzutreffen ist, fressen die Butts hier viel Bodentiere. In dem flachen Wasser verfolgen die Fische oft den Köder bis an die Oberfläche.

Sommermonate

Während der Sommermonate hält sich der Heilbutt Küstennah in flacheren Wässern auf wo ihn die meisten Sportangler in Tiefen von 15-60 m befischen. Aber viele der großen Exemplare werden oft als Beifang oder auch gezielt in Tiefen Jenseits der 100 m gegangen. Oft geht er Anglern beim Rotbarschfischen als Beifang an den Haken und hier liegen die Schnittgewichte deutlich höher als im Flachwasser. Gerne gehen große Fische auf kleineren Lumb die aus der Tiefe hochgekurbelt werden, oft macht der Angler zwischendurch einen Stopp, weil die Arme schmerzen vom vielen Kurbeln und plötzlich BOOM da hängt alles fest 100 m über dem Boden. Und dann wird es richtig interessant, denn ein Fisch über 100 kg attackiert den Köder nicht, der inhaliert diesen einfach und die Rute wird einfach nur kugelrund.

Wie schon erwähnt sind die Plätze an denen ihr Rotbarsche fangt richtig heiße Stellen, dort gibt es im Sommer Mengen an Nahrung, Korallen und auch Jede Menge Köhler mit guten Durchschnittsgewichten. Hier liegen die richtig großen Fische.

Auch Unterwasserberge die um die 80-90 m welche von tiefen Wässern umgeben sind, oft gute Spots für große Butte. Hier werden auch sehr oft Fische über die 2m Marke gehakt.

Herbst und Winter

Die Fische ziehen von Ende Oktober an in tieferes Wasser, der Übergang geschieht allmählich, als wenn die Fische hier stufenweise das flachere Wasser verlassen, bis sie Mitte Dezember ihr Laichgebiet erreicht haben. Die Plätze liegen in der Regel bei 150-350 m, der Untergrund ist hier meist Lehm und Ton artig mit einzelnen Korallenbergen umgeben. Diese Tiefen sind für uns zu dieser Jahreszeit sehr schwierig zu befischen und mit dem 20. Dezember bis zum 20. April tritt die Schonzeit ein.

Marcus mit Butt_

Der Traum vom großen Heilbutt

Der Fisch des Lebens ein Heilbutt jenseits der 50 kg Marke ist für viele Norwegenangler ein Lebenstraum. Entsprechend häufig kommt die Frage: Wo und wie hat man die besten Chancen auf einen richtig großen Heilbutt?
Hier solltest du deine Reise nördlich des Polarkreises planen.
Nordland bieten in dieser Hinsicht die besten Voraussetzungen mit er Region rund Vega und weiter Richtung Norden mit Træna, Myken, Mevær und Nordskot Brygge findest du einige der besten Reviere im ganzen Norden.
Vesterålen und Senja
Großartige Reviere wie Elgsnes Gård, Grytøy , Kastnesham, Skrollsvik und Frovåg sind hier erste Wahl.
Troms und Finnmark
Hier liegen Burøysund Brygge und Visit Arviksnad perfekt plaziert, Amberfisch, Vengsøy sowie Sjursnes sind hier die Toppfavoriten.

Im oberen Teil der Finnmark ist meine klare Nummer 1 Sørøya Rorbur hier scheint es unerschöpfliche Massen an Heilbutt zu geben, Neverfjord, Loppa und Korsfjorden sind auch sehr gute Aufgangspunkte auf der Jagd nach dem Traumfisch.
Wer es noch höher im Norden versuchen möchte, sollte North Star Fishing Lodge und Båtsfjord Brygge versuchen, hier stehen die Chancen sehr gut.

Monster Butt

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort und du bist dem Traumfisch ein Stück näher.